5 Dinge, die gute Rageber-Texte auszeichnen

Wenn du ein Problem hast, suchst du nach einer Lösung. Diese findest du oft in einem entsprechenden Ratgeber-Text. Inzwischen kursieren unzählige Ratgeber zu allen möglichen Themen und Problemen im Internet. Allerdings kannst du sicher sein, dass nur wenige dieser Artikel irgendeinen Nutzen für den Leser erbringen.

In der Regel ist ein Nutzer auf der Suche nach Antworten. Leider bieten viele dieser Artikel keinerlei Hilfestellung und nicht selten strotzen sie zudem auch noch vor Fehlern oder ihr Inhalt stimmt schlicht und ergreifend nicht. Auch an für den Leser unverständlichen Fachbegriffen mangelt es leider nicht.

Es kommt also darauf an, einen Ratgebertext zu schreiben, der für seinen Leser einen echten Mehrwert bietet. Wir zeigen dir in diesem Artikel, was dabei beachtet werden muss und welche Fehler vermieden werden sollten.

Die häufigsten Fehler in Ratgebertexten

Um Fehler zu vermeiden, musst du sie erst einmal erkennen. Die folgenden Punkte sind die häufigsten Fehler, die beim Schreiben von Ratgebertexten von den Autoren gemacht werden:

  1. Der Inhalt des Artikels ist entweder zu kompliziert oder zu simpel
  2. Falsche oder veraltete Informationen
  3. Das Zitieren unseriöser Quellen
  4. Gut gemeinte Tipps, die in der Realität schwer bis gar nicht umsetzbar sind
  5. Verwendete Fachtermini werden zwar reichlich verwendet, jedoch leider nicht erklärt
  6. Der Lesefluss wird durch lange Schachtelsätze erschwert

Die Überschrift: Das Thema des Ratgebers beim Namen nennen

Die Überschrift eines Ratgebertextes ist etwas anderes als der Titel eines Romans. Hier geht es nicht darum, zu stilistischen Höchstleistungen aufzulaufen. Wähle eine griffige Überschrift, die alles sofort auf den Punkt bringt. Nur auf diese Weise wird dein Text auch überhaupt potentiell in den Suchergebnissen gelistet. So erkennt der Leser zudem, ob der Artikel tatsächlich von Interesse ist.

Ein Praxisbeispiel

Stell dir bitte einmal die Überschrift „Keine leichte Angelegenheit“ vor. Du gehst vermutlich nicht davon aus, dass es sich hier um einen Ratgeber zum Thema „Anhänger richtig beladen“ handelt. Natürlich nicht! Weder du noch ein anderer Leser könnte erkennen, worum es sich tatsächlich handelt.

Entscheidend ist, dass jeder User auf Anhieb weiß, um was es sich in dem Text handelt, und welche Informationen dieser bereithält. Hier geht es darum, dass du bereits in der Überschrift deutlich machst, worum es geht.

Folgende Überschrift wäre weitaus passender für das vorgenannte Beispiel: „Anhänger richtig beladen: So wird es gemacht!“

Die sogenannte Meta Description nutzt du dann, um dein Thema zu konkretisieren. Als Snippet wird sie in den Sucherergebnissen nicht nur angezeigt, sondern sie zieht den Leser auch in den Text.

Klare Aussagen statt falscher Versprechen

Bereite deinen Leser im Teaser darauf vor, was ihn in deinem Text erwartet. Am besten erreichst du das, indem du einen klaren Call-to-Action formulierst, der beispielsweise wie folgt lauten könnte: „Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Anhänger richtig beladen.“

Denke immer daran: Ein Leser ist auf der Suche nach Informationen oder Antworten. Eine spannende Story sucht er hier nicht. Sobald ein User auf den Text klickt, möchte er diesen auch lesen. Sorge dafür, dass dein Text dem  Leser nun auch Antworten auf seine Fragen bietet. Es ist darum enorm wichtig, dass du die geweckten Erwartungen im Teaser auch wirklich erfüllst. Ist das nicht so, wird sich der Leser schnell enttäuscht zeigen und sehr schnell wieder abspringen.

Im Hauptteil immer konkret bleiben

Du darfst dich unter keinen Umständen vom Thema abbringen lassen. Achte darauf, dass du deinen Text auf einen oder zwei wichtige Aspekte begrenzt. Es ist unnötig, alles in vollem Umfang zu erklären. Denke immer daran, dass sich zu viele Informationen ins Gegenteil umkehren. Sie überfordern deinen Leser schlicht und einfach.

Besser ist, du bleibst konsequent bei einem Aspekt, den du ausführlich erklärst, anstatt unterschiedliche Themen anzuteasern. Oftmals hat dein Text dann keinen Mehrwert mehr für den Leser. Häufig ist es sinnvoller, wenn du diese Teilaspekte in eigenen Ratgebertexten unterbringst.

Wichtig ist, dass du die einzelnen Abschnitte logisch aneinanderreihst. Zudem ist es ratsam, dass du zuerst kurz das Problem erläuterst. In der Folge könntest du dann die Auswirkungen beschreiben, um dann letztendlich die entsprechenden Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Um dieses Ziel zu erreichen, solltest du immer wieder einprägsame Bullet Points verwenden. Besonders wichtig ist aber auch, dass du stets herausstellst, wie groß der Nutzen oder der Vorteil für deinen Leser durch deine Lösungsvorschläge ist.

Professionelle Recherche als richtige Basis

Die Grundlage für jeden Ratgeber ist eine umfangreiche Recherche. Vergiss niemals, deine Quellen genau zu überprüfen. Wissenschaftlich fundierte Studien oder Umfragen könnten zum Beispiel die Basis deiner Recherche sein. Es bieten sich natürlich auch Interviews mit Fachleuten an. Um deinen Text aufzulockern, könntest du ebenfalls direkte Zitate verwenden.

Solche Zitate lockern nicht nur den Text auf, sondern sie vermitteln zusätzlich Kompetenz. Mach es einfach wie die Profis. Sichere dich ebenfalls nach dem Prinzip des Check und Re-Check ab. Das bedeutet, dass du dich keinesfalls auf nur eine Quelle verlassen darfst, und vor allem, überprüfe immer alle Informationen zwei Mal.

Weiterführende Links, die du in deine Ratgebertexte einbaust, können diese ebenfalls veredeln. Damit bietest du deinem Leser die Möglichkeit, sich über bestimmte Sachverhalte näher zu informieren. Synergie-Effekte bietest du deinem Leser darüber hinaus, wenn du auf deinem Blog oder auf deiner Website intern und extern verlinkst.

Achte auf deinen Stil und deine Sprache

Sowohl Fachtermini als auch Fremdworte sind in der Regl dein Feind. Falls du sie tatsächlich einmal nicht vermeiden kannst, solltest du sie aber auf jeden Fall sofort erklären. Wenn der User durch deinen Text beziehungsweise durch dessen Inhalt gezwungen ist, ein Wort nachzuschlagen, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine andere Seite abwandern, die für ihn leichter und einfacher verständlich ist.

Genauso wichtig ist es, dass du die entsprechenden Keywords verwendest und zusätzlich deinen Text für die Suchmaschinen optimierst.

Es ist ebenfalls notwendig, dass du deine Artikel durch Zwischenüberschriften gliederst. Ebenfalls empfehlenswert ist es, wenn du Listen zum Einsatz bringst und wichtige Begriffe fettest. Dein Leser kann so schnell seine gesuchten Informationen finden.  Allerdings ist weniger, wie so oft im Leben, mehr. Denn wenn du mit deinen Hervorhebungen übertreibst, dann erreichst du leider das Gegenteil.

Denke einen kurzen Moment an deine Schulzeit, hier haben deine Lehrer dich Tag ein, Tag aus zu belehren versucht. Gefallen hat dir das sicher nicht, also mache nicht den gleichen Fehler. Sorge dafür, dass du dein Wissen sympathisch vermittelst.

Das Gefühl, unwissend zu sein, darfst du ebenfalls niemals aufkommen lassen. Ratsam ist es zudem, wenn du die Begegnung auf Augenhöhe anstrebst und deinen Leser direkt ansprichst. Bedenke aber immer, dass das Duzen beziehungsweise Siezen in Abhängigkeit zu deiner Zielgruppe steht.

Je einfacher deine gewählten Satzstrukturen sind, desto leichter machst du es dem Leser, deinen Ratgebertext zu verstehen. Schachtelsätze solltest Du daher möglichst nicht verwenden.

Um nicht inkompetent zu wirken, solltest Du daher immer sachlich bleiben und keinesfalls in die Umgangssprache abgleiten. Vergiss nie, dass der Leser sich mit seinem Problem immer ernst genommen fühlen muss.